Chemische Diversität bei Pflanzen – wozu?

Autor/innen

  • Caroline Müller

DOI:

https://doi.org/10.11576/biuz-5703

Schlagworte:

Biodiversität, chemische Diversität, individuelle Unterschiede, invasive Pflanzen, Landwirtschaft, Tanacetum vulgare

Abstract

Pflanzen können eine hohe Diversität in der Zusammensetzung von spezialisierten Metaboliten aufweisen, die auch als Chemodiversität bezeichnet wird. Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) zeichnet sich durch eine besonders hohe Vielfalt von Chemotypen aus, deren Zusammensetzung an Terpenen sowohl innerhalb von Individuen als auch zwischen Individuen und nicht nur räumlich sondern auch zeitlich variiert. Diese Chemodiversität hat große Auswirkungen auf andere Organismen wie Insekten, die von einzelnen Terpenen angelockt, von anderen aber auch abgeschreckt werden können. Chemodiversität kann als eine wichtige Dimension von Biodiversität betrachtet werden. Eine hohe Diversität macht Pflanzen vermutlich erfolgreich, unter anderem bei Invasionen in neue Gebiete, und könnte ihre Resilienz steigern. Eine hohe Chemodiversität sollte daher auch in der Landwirtschaft angestrebt werden.

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Veröffentlicht

2022-08-05

Zitationsvorschlag

Müller, C. (2022). Chemische Diversität bei Pflanzen – wozu?. Biologie in Unserer Zeit, 52(3), 241–247. https://doi.org/10.11576/biuz-5703