Hornmilben – die unscheinbare Vielfalt aus dem Boden

Mit der Lupe durch den Wald

Autor/innen

  • Katja Wehner
  • Michael Heethoff

DOI:

https://doi.org/10.11576/biuz-5696

Schlagworte:

Hornmilben, Boden-Nahrungsnetz, chemischer und morphologischer Fraßschutz, „Skandale der Evolution“, Parthenogenese

Abstract

Hornmilben sind faszinierende Tiere. Vor über 500 Millionen Jahren entstanden, leben sie heute in hohen Dichten und in großer Vielfalt in den unterschiedlichsten Ökosystemen und Mikrohabitaten auf der ganzen Welt – ein langer Zeitraum, der sich auch in einer großen Vielfalt an Maßnahmen zum Schutz vor den zahlreichen Fressfeinden widerspiegelt. Hornmilben selbst hingegen ernähren sich meist eher friedlich von abgestorbenem organischen Material, Pilzen und Bakterien. Etwa zehn Prozent der bekannten Hornmilbenarten vermehren sich rein eingeschlechtlich – haben also die Männchen im Laufe der Evolution „abgeschafft“. Dass dies über hundert Millionen Jahre funktioniert und sogar zur Entstehung zahlreicher neuer Arten geführt hat, ist ein einzigartiges Erfolgsmodell in der Biologie – und ein „Skandal der Evolution“.

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Veröffentlicht

2022-08-05

Zitationsvorschlag

Wehner, K., & Heethoff, M. (2022). Hornmilben – die unscheinbare Vielfalt aus dem Boden: Mit der Lupe durch den Wald. Biologie in Unserer Zeit, 52(3), 262–267. https://doi.org/10.11576/biuz-5696