Evolutionstheorie 2026: Ist Darwin überholt?
Meinungsartikel
DOI:
https://doi.org/10.11576/biuz-9029Abstract
Seit der Publikation von Charles Darwins „Artenbuch“ (1859) ist „Evolution“ das Generalthema der Biologie. Aus Darwins Thesensystem mit der „natürlichen Selektion“ als zentraler „Triebkraft des Artenwandels“ wurde über Weismanns „Neodarwinismus“ die „Erweiterte Synthetische Theorie der biologischen Evolution“ entwickelt. Diese Expanded Synthesis wird auch mit dem Theoriensystem Evolutionsbiologie gleichgesetzt. Evolutionsforschung beginnt mit Freilandstudien variabler Populationen lebender Organismen – im Idealfall der Entdeckung/Beschreibung neuer Arten. Unser aktuelles Bild von den Antriebskräften der Evolution (Symbiogenese/Sex – gerichtete natürliche Selektion – dynamische Erde) geht weit über „Darwin“ hinaus; es basiert auf (nicht überholten) Erkenntnissen dieses Biologen, der vor 150 Jahren entdeckte, dass Inzucht zu geschwächten Nachkommen führt. Darwins Inbreeding Depression ist noch 2026 Gegenstand evolutionsbiologischer Forschungen.