Herausforderungen des Klimawandels
Trockenstress und Hitzestress bei Pflanzen
DOI:
https://doi.org/10.11576/biuz-8673Schlagworte:
Stressphysiologie, Klimawandel, Trockenstress, Hitzestress, Wachstumsbegrenzung, stomatäre Leitfähigkeit, cuticuläre, Transpiration, HitzeschutzproteineAbstract
Die kumulativen und oftmals synergistisch wirkenden Einflüsse von Trocken- und Hitzestress stellen zentrale Stressfaktoren für Pflanzen im Zuge des anthropogen beeinflussten Klimawandels dar. Beide Stressoren beeinträchtigen die pflanzliche Physiologie, Biochemie, Überlebensfähigkeit und Produktivität auf verschiedenen Ebenen. Pflanzen reagieren auf diese Stressoren mit komplexen molekularen und physiologischen Mechanismen, darunter Expression hitzebzw. trockenheitsbezogener Gene und stomatäre Veränderungen. Dennoch sind diese Gegenmaßnahmen häufig artspezifisch und stoßen bei anhaltenden oder extremen Stressereignissen an funktionale Grenzen. Langfristig verändern diese – durch den anthropogen beeinflussten Klimawandel verstärkten – Stressfaktoren die Zusammensetzung von Ökosystemen und bedrohen sowohl das pflanzliche Leben als auch die globale Ernährungssicherheit.