Schwarmintelligenz

Vernetzung schafft Zugang zur nächsten Ebene

Autor/innen

  • Pascal Eitner

DOI:

https://doi.org/10.11576/biuz-4820

Schlagworte:

Schwarmintelligenz, Superorganismus, Selbstorganisation, Vernetzung, Emergenz

Abstract

Intelligentes Verhalten ist ein Phänomen, das sich bei Gemeinschaften gleichartiger Individuen finden lässt, obwohl kein Mitglied alleine über diese Eigenschaft verfügt. Dieses als Schwarmintelligenz bezeichnete Phänomen findet sich in unterschiedlichem Maße bei Insektenstaaten, Vogelschwärmen und Fischschulen, aber auch bei Schleimpilzen oder Bakterienfilmen. Auslöser für die Schwarmbildung können schwieriger werdende Umweltbedingungen wie Nahrungsmangel sein. Stabilisiert werden die neuen Gemeinschaften oder Superorganismen durch intensive Kommunikation zwischen den Mitgliedern. Die Leistungen des Kollektivs beruhen teilweise auf wenigen einfachen Regeln, die von Informatikern aufgegriffen und in spezielle Algorithmen mit technischen Anwendungen umgeformt werden. Diese Form der künstlichen Intelligenz hilft bei vielen Optimierungsaufgaben in der Logistik von Daten und Gütern. Auffällig ist, dass durch die Vernetzung der Einheiten eines biologischen Systems nicht nur mehr Komplexität generiert wird, sondern dass auch synergistische Effekte deutlich werden: Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile.

Veröffentlicht

2021-11-08

Zitationsvorschlag

Eitner, P. (2021). Schwarmintelligenz: Vernetzung schafft Zugang zur nächsten Ebene. Biologie in Unserer Zeit, 51(4), 330–336. https://doi.org/10.11576/biuz-4820