Fast food macht den Embryo krank

Der mütterliche Ernährungsstil und die Gesundheit der Nachkommen

Autor/innen

  • Anette Christ

DOI:

https://doi.org/10.11576/biuz-4574

Schlagworte:

Schwangerschaftsadipositas, Uterusumgebung, epigenetische Reprogrammierung, Embryonalentwicklung, chronische Stoffwechselstörungen der Nachkommen

Abstract

Die mütterliche in utero-Umgebung beeinflusst die embryonale Entwicklung und die ihrer Nachkommen. Das Konzept
der Entwicklungsprogrammierung bzw. der entwicklungsbedingten Ursachen von Gesundheit und Krankheit im Erwachsenenalter basiert auf der Hypothese, dass der mütterliche Lebensstil und die Exposition gegenüber diversen Umweltstimuli während der Schwangerschaft zu epigenetischen Modifikationen (Änderung der Histon- und DNA-Methylierungsmuster) und somit einer langfristigen Veränderung des Genoms führen können. Bestimmte maternale Ernährungsmuster, wie der Konsum von fettreichen ungesunden Nahrungsprodukten, sind dadurch mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von chronischen Stoffwechselkrankheiten wie Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2 im späteren Erwachsenenalter der Nachkommen assoziiert. Auf welche Art bestimmte Nahrungsmetabolite das Epigenom des Embryos und zukünftiger Generationen beeinflussen, und ob diese Modifikationen von Dauer oder reversibel sind, bleibt zu erforschen.

Veröffentlicht

2021-08-09

Zitationsvorschlag

Christ, A. (2021). Fast food macht den Embryo krank: Der mütterliche Ernährungsstil und die Gesundheit der Nachkommen. Biologie in Unserer Zeit, 51(3), 231–237. https://doi.org/10.11576/biuz-4574